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Englische Lebensversicherung


Die englische Lebensversicherung ist eine Form der Altersvorsorge. Sie wird von britischen Versicherungsunternehmen auf dem deutschen Markt angeboten und vereint Elemente der herkömmlichen und fondsgebundenen Lebensversicherung. Das deutsche Versicherungssystem und das britische Versicherungssystem sind essentiell verschieden.

Relevante Unterschiede zur deutschen Lebensversicherung

Der wichtigste Unterschied zwischen der deutschen und den englischen Lebensversicherung liegt in der durchschnittlich höheren Ablaufleistung für die Englische Lebensversicherung. Die ausgezeichneten Renditen werden mittels der Anlagestrategie bzw. Anlagepolitik der englischen Versicherungsunternehmen ermöglicht.
Englische Lebensversicherungen verfügen über mehr Freiheit in Bezug auf ihre Anlagestrategie. Die deutschen Versicherungsunternehmen können höchstens 35% des Anlagekapitals in Aktien investieren, aber sie legen durchschnittlich nur ca. 10% bis 15% hier wirklich an, die Aktienquote der britischen Versicherungsunternehmen hingegen ist freigestellt und wird durch Gesetz nicht limitiert. Englische Versicherer haben die Möglichkeit theoretisch bis zu 100% des angelegten Kapitals in Aktien zu investieren, die durchschnittliche Quote befindet sich bei entsprechend hohen 55% bis 85%.
Die erste englische Versicherung ist knapp 130 Jahre älter als die erste deutsche Lebensversicherung, die 1827 gegründet wurde. Aufgrund dessen konnte die englische Variante einen reicheren Erfahrungsschatz ansammeln und die Anlagekompetenz innerhalb des Aktien-Bereiches über Jahrhunderte aufbauen. In der Vergangenheit erreichten englische Versicherungen eine rund 2,5% bis 3,5% höhere Rendite als deutsche Policen.

Vorteile einer englischen Lebensversicherung

Durch einen Versicherungsvergleich sind die Unterschiede noch bemerkenswerter.
Bei der Englischen Lebensversicherung investiert man eindeutig mehr Kapital in Aktien und Fonds. Entsprechend stellt die Englische Versicherung im Gegensatz zu den in Deutschland herkömmlicher Weise angebotenen Lebensversicherungen niedrigere Garantien zur Verfügung.
Der Ausgleich der gewöhnlichen Schwankungen an den Börsen erfolgt bei der Englischen Lebensversicherung über das Smoothing. In guten Jahren wird hierbei eine Reserve angelegt und in Jahren mit nicht zu guten Ergebnissen an der Börse ist es möglich, dies mit den dafür zurückgelegten Reserven abzufedern. Aber gerade bei der aktuellen Finanzkrise sollte man auch mit den höheren Risiken bei der englischen Lebensversicherung rechnen, da je mehr man in Aktien investiert, umso mehr ist es möglich, auch in schlechten Börsenphasen zu verlieren. Dies kann auch durch das Smoothing nicht ausgeglichen werden und man sollte schon über einen langen Anlagezeitraum verfügen, um schlechte Phasen ausgleichen zu können.
Die Anbieter von Englischen Lebensversicherungen sind auch britische Lebensversicherungen genannt. Viele dieser Versicherer hatten früher ihren Unternehmenssitz in England. Heutzutage haben bekannte Anbieter oft auch eine Niederlassung in Deutschland und stellen auf den deutschen Markt entsprechende Englische Lebensversicherungen zur Verfügung.