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Private Krankenversicherung – was ist zu beachten?

Erstellt von am 31. Mai 2016 – 14:350 Kommentare

Private Krankenversicherung – was ist zu beachten?Die Entscheidung, ob man – noch im Arbeitsleben stehend – die Leistungen einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung in Anspruch nimmt, hängt von mehreren Faktoren ab. Private Krankenversicherungen kommen nämlich nur für eine bestimmte Personengruppe infrage.

 

 

Ein freiwilliger Wechsel ist für Selbstständige, Freiberufler und Beamte möglich

Wer freiberuflich arbeitet, sich selbstständig gemacht hat oder als Beamter tätig ist, kann freiwillig in die private Krankenversicherung (PVK) wechseln. Für alle anderen Angestellten gelten Verdienstgrenzen. Diese Bemessungsgrundlage wird jährlich angehoben und beträgt im Jahr 2016 56.250 Euro. Nur wer über ein jährliches Einkommen verfügt, das über dieser Grenze liegt, kann den Wechsel in eine PVK in Erwägung ziehen.
Studenten oder Menschen, die sich auf dem zweiten Bildungsweg beruflich neu orientieren, sind von dieser Obergrenze ausgenommen. Auch sie können einen Vertrag bei einer PVK abschließen. Gehört man zum Personenkreis, für den aufgrund dieser formalen Bestimmungen ein Wechsel überhaupt infrage kommt, kann man sich auf einer Plattform wie www.pkv-tarifvergleich.info über die monatlichen Prämien informieren.
Bei der PVK kann man sich, im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, ein individuelles Versicherungspaket zusammenstellen. Das ist dann genau auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt. Allerdings wird nicht jeder von der PVK seiner Wahl akzeptiert. Die Versicherungsträger behalten sich vor, nach einem ausgiebigen Gesundheitscheck Interessenten abzulehnen. Leidet man an einer Vorerkrankung oder wird man als Risikopatient eingestuft, kann es zu Zuschlägen auf den regulären Versicherungstarif kommen. Erst nach erfolgter Gesundheitsprüfung kann man den Antrag beim Versicherungsunternehmen einreichen. Dabei sollte man beim Ausfüllen der Formulare unbedingt bei der Wahrheit bleiben und nichts verschweigen. So spart man sich im Zweifelsfall Ärger und Nerven.
Der Vorteil einer PVK ist, dass man sich den behandelnden Arzt aussuchen kann. Ist ein stationärer Aufenthalt notwendig, kann man das Krankenhaus seines Vertrauens wählen. Hält man sich viel im Ausland auf, kann man den Versicherungsschutz auf Reisen ausweiten. Familien sollten beachten, dass man bei der PVK für jedes Kind einzeln bezahlen muss. Anders als bei der gesetzlichen Versicherung ist keine Mitversicherung der Angehörigen vorgesehen.

Was müssen Rentner beachten?

Tritt man in den Ruhestand, muss man bei einer PVK nach wie vor die Versicherungsbeiträge in derselben Höhe bezahlen wie früher. Durch den Eintritt in die Rente vermindern sich die Beiträge nämlich nicht automatisch.
•    Nach dem 60. Lebensjahr fällt nur jener Beitrag weg, der für die Altersrückstellung anfällt. Rund 10 Prozent werden also nach dem 60. Geburtstag von der Versicherungsprämie automatisch abgezogen.
•    Geht man in Pension und erhält man eine verhältnismäßig niedrige Rente, sollte man unbedingt einen Zuschuss zur PVK beantragen.
•    Erhält man eine gesetzliche Rente, kann man den Zuschuss in der Höhe von 7,3 Prozent der gesetzlichen Rente in Anspruch nehmen. Maximal dürfen jedoch durch den Zuschuss 50 Prozent der Versicherungsbeiträge abgedeckt werden.

Selbst wenn man mit höherem Alter aus verschiedenen Gründen weniger verdienen sollte und unterhalb der oben angesprochenen Einkommensgrenze liegt, darf man nach dem 55. Geburtstag nicht mehr in die gesetzliche Versicherung wechseln. Möchte man bei der Versicherungsprämie als Rentner sparen, muss man andere Möglichkeiten ausschöpfen. So ist es zum Beispiel zu empfehlen, innerhalb der Versicherung zu einem günstigeren Tarif zu wechseln. Gerade langjährigen Kunden kommt man bei der PVK gerne entgegen und berät Rentner. Viele Pensionäre mit geringem Einkommen entscheiden sich währen der Rente für den Standardtarif. Dabei sind die Leistungen meistens ähnlich wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Auf Vorteile wie die freie Arztwahl muss man dann allerdings verzichten, was gerade älteren Personen nicht immer leichtfällt. Auch eine Erhöhung des Selbstbehalts steht rüstigen Rentnern offen. Diese Option sollte man jedoch nur bei gutem Gesundheitszustand in Erwägung ziehen.

Bildquelle: Fotolia, 7481449,  Birgit Reitz-Hofmann

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