Home » RiesterRente Grundlagen

Pessimistischer Blick in die Zukunft als Rentner

Erstellt von am 25. Februar 2013 – 18:460 Kommentare

Ein RentnerBerichte über die drohende Altersarmut sind beinahe täglich in unterschiedlichen Medien zu finden. Auch die Bundesregierung macht regelmäßig auf die Notwendigkeit der ergänzenden privaten Altersvorsorge aufmerksam und empfiehlt dringend die Inanspruchnahme der Riester-Förderung beziehungsweise der Rürup-Rente.


Die zentralen Umfrageergebnisse

Im Rahmen ihrer Umfrage erkundigten sich die Infas-Interviewer sowohl nach den Erwartungen als auch nach den Wünschen der Befragungsteilnehmer, wobei deutliche Unterschiede erkennbar waren. So erwartet eine knappe Mehrheit von zweiundfünfzig Prozent der Befragten für die 2030er Jahre ein Renteneinstiegsalter von mindestens neunundsechzig Jahren, während die meisten Studienteilnehmer davon ausgehen, auf Grund ihrer hohen beruflich bedingten gesundheitlichen Belastung vorgezogen in Rente gehen zu müssen. Mit 80 beziehungsweise 87 Prozent fiel die Zustimmung zu einer Ausweitung der Rentenversicherungspflicht auf Selbstständige fast so auch aus wie die Bejahung der Aufstockung geringer Renten. Eine Verpflichtung zur ergänzenden privaten Altersvorsorge lehnt eine knappe Mehrheit der Studienteilnehmer zwar ab, etwa dieselbe Prozentzahl der Befragten fordert jedoch die Verpflichtung für eine betriebliche Zusatzversorgung.

Eine private Altersvorsorge ist erforderlich

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass der Bevölkerung die nicht ausreichende Absicherung des Lebensstandards im Alter durch die gesetzliche Rentenversicherung bewusst ist. Fast alle Befragten wissen, dass sie selbst ihre Rentenlücke schließen müssen, wozu ihnen unterschiedliche Angebote wie eine private Rentenversicherung, das Fondssparen oder die Riester-Rente der Sparkasse zur Verfügung stehen. Die von den meisten Befragten geforderte Verpflichtung zur betrieblichen Altersvorsorge besteht bereits für die Arbeitgeber. Diese müssen ihren Beschäftigten diese in mindestens einer Form anbieten, wobei die Entgeltumwandlung auf Grund der Einsparungen an Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern am beliebtesten ist. Arbeitnehmer müssen zurzeit das Angebot ihres Arbeitgebers zur ergänzenden betrieblichen Altersvorsorge jedoch nicht wahrnehmen.

Wenn selbst die Summe aller Rentenmöglichkeiten nicht ausreicht

Ein bedenkliches Ergebnis der von der Bertelsmann Stiftung beauftragten Umfrage besagt, dass mehr als 70 Prozent der Befragten das Rentenniveau als nicht ausreichend ansieht, auch wenn sie neben der gesetzlichen Rentenversicherung sowohl die private Vorsorge als auch die betriebliche Altersvorsorge nutzen. Wenn diese Erwartung tatsächlich eintritt, leben in 20 Jahren die meisten Rentner in Armut – oder die Rente dient nicht mehr dem Eintritt in die Altersruhe, sondern zwingt zu einer Nebentätigkeit bis zum Lebensende.

Bild: Friedberg – FotoliaSimilar Posts:

Comments are closed.