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Eine Riester-Rente kündigen?

Erstellt von am 23. Oktober 2012 – 11:200 Kommentare

Geld investierenWie bei jedem langfristigen Vertrag, so verfügen Verbraucher auch bei Riester-Verträgen über ein Kündigungsrecht gegenüber dem Anbieter. Die Ausübung des Kündigungsrechtes ist jedoch in vielen Fällen mit gravierenden Nachteilen verbunden, so dass Alternativen günstiger sein können. Die wesentlichen Nachteile einer Riester-Vertragskündigung treten nicht ein, wenn der Sparer einen neuen Riester-Vertrag abschließt.

Kündigung des alten und gleichzeitiger Abschluss eines neuen Riester-Vertrages

Wenn der Riester-Sparer mit der Wertentwicklung seines bisherigen Sparvertrages nicht zufrieden ist oder wenn er die Form der Anlage ändern möchte, kann er seinen bestehenden Vertrag kündigen und einen neuen Sparvertrag beim bisherigen oder bei einem anderen Anbieter abschließen. In diesem Fall ist es wichtig, dass dem bisherigen Vertragspartner im Kündigungsschreiben ausdrücklich die Weisung zur Weitergabe des bestehenden Guthabens an den neuen Anbieter erteilt wird, damit die gewährten staatlichen Zulagen nicht zurückgezahlt werden müssen. Eine Kündigung des bisherigen Riester-Vertrages mit dem Ziel, einen neuen Sparvertrag zu besseren Konditionen abzuschließen, ist jedoch nur sinnvoll, wenn der Mehrertrag der neuen Sparform höher als die erneut zu zahlenden Abschlussentgelte ausfällt.

Kündigung des Riester-Vertrages ohne Neuabschluss

Wenn ein bestehender Riester-Sparvertrag vorzeitig gekündigt wird, ohne dass der Anleger einen neuen Vertrag abschließt, muss er die erhaltenen Sparzulagen zurückzahlen und zusätzlich die aufgelaufenen Zinsen versteuern. Somit ist die Kündigung eines bestehenden Riester-Sparvertrages mit großen Nachteilen verbunden. Ohne Nachteile für die bislang erhaltenen Zulagen kann ein Riester-Sparvertrag beitragsfrei gestellt werden. In diesem Fall erhält der Sparer naturgemäß keine weiteren Zulagen, er verliert aber die ihm bereits zugeteilten nicht und kann den Sparvertrag jederzeit reaktivieren. Anstelle der Beitragsfreistellung ist auch eine Verringerung der Sparleistungen möglich; falls diese durch ein verringertes Einkommen verursacht wurde, führt sie oftmals nicht zu einer Reduzierung der Zulagen.

Die Vereinbarung der Beitragsfreiheit ist sinnvoller als die Kündigung eines Riester-Vertrages

Für den Sparer ist günstiger, einen Riester-Sparvertrag beitragsfrei zu stellen anstelle ihn zu kündigen, sofern der Grund für die geplante Kündigung nicht in einem Wechsel des Anbieters besteht. Nur wenn der Anleger seinen bestehenden Riester-Vertrag kündigt und nahtlos einen neuen Vertrag abschließt und das Guthaben auf diesen übertragen lässt, verliert er die bereits erhaltenen Zulagen nicht. Weitere Informationen über die Kündigung eines Riester-Vertrages finden Sie hier.

Bild: Dirk Houben – FotoliaSimilar Posts:

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