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Unisex-Tarife: Was ändert sich bei der Rentenversicherung?

Erstellt von am 21. September 2012 – 17:280 Kommentare

RiesterrenteDer Europäische Gerichtshof hat jüngst geurteilt, dass zukünftige Versicherungsverträge nicht mehr geschlechtsabhängig kalkuliert werden dürfen. Ab dem 21. Dezember 2012 müssen neue Versicherungsverträge diese Merkmale enthalten, ansonsten werden sie für null und nichtig erklärt. Dies ergibt für Mann und Frau je nach Versicherungsart Vor- und Nachteile, die sich in der Prämienhöhe dementsprechend widerspiegeln.

Die Höhe der Rentenleistungen wurde bisher in der Deutschen Rentenversicherung geschlechtsabhängig geregelt. Zukünftig wird dies verändert. Für Frauen könnten sich die rentlichen Leistungen zukünftig rückwirkend erhöhen, dies ist jedoch von einer individuellen Berechnung abhängig.

Verträge, die im Jahr 2012 abgeschlossen wurden, können auf den Unisex-Tarif umgestellt werden. Auch derzeit angedachte Versicherungsabschlüsse unterliegen dem neuen Tarifsystem. Die vom Europäischen Gerichtshof angedachten Unisex-Tarife sollen alle Versicherungsnehmer gleichstellen – unabhängig vom Geschlecht. Dies war längst überfällig, da Frauen tendenziell immer höhere Prämien gezahlt haben als Männer. Dies liegt nicht nur in der höheren Lebenserwartung der Frauen, sondern auch an der Lebensweise, so die Meinung der Versicherer. Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs wurde nun die Frau dem Mann gleichgestellt. Für derzeit bestehende Verträge gilt die so genannte Umstellungsgarantie.

Derzeit sollte man sich bei Neuabschlüssen von Versicherungen wie der Unisex Rentenversicherung sehr gut überlegen, wie man aufgrund der Unisex-Grundlage die Versicherung gestalten möchte. Denn gerade im Bereich der Krankenhaus- oder Zahnzusatzversicherungen können sich hier weitaus höhere Prämien ergeben.

Renten- und Krankenversicherungen werden für Frauen bei Neuverträgen ab dem 21.12.2012 günstiger, während Kfz-, Unfall- und Lebensversicherungen für das weibliche Geschlecht teurer werden dürften. Bisher war das Prinzip der Geschlechterunterscheidung maßgeblich für die Ermittlung der Prämienhöhe. Dies wird ab Dezember diesen Jahres anders gestaltet sein. Für bestehende Verträge ist keinerlei Anpassung an den Unisex-Tarif geplant.

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