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Die Börsengänge in Zeiten der Euro-Schuldenkrise

Erstellt von am 12. September 2012 – 16:260 Kommentare

BörsenverlaufManches Unternehmen hatte in den letzten 24 Monaten eine mögliche Erstnotierung auf dem Parkett vertagt. Aufgrund der unsicheren Börsenzeiten, verursacht durch die Staatsschuldenkrise der Euroländer, hatten einige Unternehmen auf einen günstigeren Zeitpunkt gewartet.




2011 standen bereits große Unternehmen im Fokus

Die Wirtschaftsprüfer von PwC prognostizierten bereits 2011 bis zu 15 Börsengänge für das Jahr 2012. Darunter waren klangvolle Namen von großen deutschen Unternehmen. Experten der Allianz und Blackrock bezeichnen das Marktumfeld für Börsengänge als schwierig. Nur kleine Unternehmen mit dringendem Kapitalbedarf müssen bestimmte Zeitpunkte nutzen. So sammelte der asiatische Fischwerarbeiter Haikui Seafood im Mai diesen Jahres 3,1 Millionen Euro ein. Bei deutschen Unternehmen herrscht weiterhin Vorsicht. Die Angst vor einem weiteren externen Schock, wie der Staatsschuldenkrise der Euroländer, hält die Unternehmen von größeren Investmententscheidungen ab. Einige prognostizieren bereits einen weiteren Konjunktureinbruch Ende des Jahres. Als Verursacher gelten die USA. Die Amerikaner hatten zuletzt schlechte Wirtschaftsdaten geliefert und gehen, ebenfalls hochverschuldet, schweren Zeiten entgegen.

Voraussetzungen sind nach wie vor schlecht

Seit Januar 2012 gingen lediglich 33 europäische Unternehmen an die Börse. Dabei betrug das erlöste Volumen nur 4,2 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr waren es noch 79 Prozent mehr. Größere Investmententscheidungen bleiben aus. Die Wirtschaft schwächelte und steht bereits vor dem nächsten Konjunktureinbruch. Vorsicht paart sich mit Angst, so scheint es. Im Mai wurde die Facebook-Aktie mit einem Emissionspreis von 38 Dollar an die Börse gebracht. Momentan ist das Papier etwa 26 Dollar wert. Bei diesen katastrophalen Zahlen ist die Verunsicherung groß. Zuletzt hatte im Jahr 2007 der deutsche Hafenbetreiber Hamburger Hafen und Logistik (HHLA) den Sprung auf das Parkett gewagt. Der Chemiekonzern Evonik, der Autozulieferer KSPG, der Versicherer Talanx, und das Industrieunternehmen H.C. Starck haben einen Börsengang bereits für dieses Quartal angekündigt. Der Münchner Leuchtmittelhersteller Osram hatte sein Börsendebüt für den Herbst angekündigt.

Schwere Zeiten für Börsenneulinge

Der Börsenmonat Mai war einer der schlechtesten Monate seit Jahren. Die Euro-Krise steht noch immer im Mittelpunkt und im Juni stehen Neuwahlen an. Schlechter könnte die Sachlage für einen Börsengang kaum sein. Weitere Informationen über Börsengänge und Finanzen finden Sie unter http://www.investor-verlag.de/.

Picture: matttilda – FotoliaSimilar Posts:

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