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Das kleine Investment 1×1: Aktien, Optionen und Dividenden

Erstellt von am 15. September 2012 – 08:220 Kommentare

Einige TabellenübersichtenDas Sparbuch ist keinen Pfifferling mehr wert – wer heute Geld anlegen will, der tut es mit Aktien, Zertifikaten, Optionen. Böhmische Dörfer für Sie? Mit unserem kleinen Investment-ABC sehen Sie klarer.

 

 

 

Aktien sind Teilhaberpapiere, die dem Aktionär (also dem Teilhaber einer Aktiengesellschaft), ein Teileigentum verbriefen. Zusammen mit diesem Teileigentum erwirbt der Aktionär aber auch bestimmte Rechte, die im Aktiengesetz festgelegt sind. Es gibt verschiedene Formen der Aktie. Die wichtigsten sind Stammaktien und Vorzugsaktien. Daneben wird aber auch zwischen Nennwert– und Stückaktien unterschieden, wobei Letztere einen Anteil am Grundkapital der Aktiengesellschaft verbrieft. Ein Gesetz regelt den Aktienhandel in Deutschland.

Aktie, Stammaktie und Vorzugsaktie

Teilhaber haben das Recht, an der jährlichen Hauptversammlung der Aktiengesellschaft teilzunehmen und erhalten für diese auch ein Stimmrecht. Hinzu kommt ein Auskunftsrecht, da der Vorstand auskunftspflichtig ist. Außerdem kann der Aktionär auf die Bestellung der Aufsichtsratsmitglieder und des Prüfungsausschusses (Jahresabschluss) Einfluss nehmen. Zu den wichtigsten Rechten gehört jedoch die Gewinnbeteiligung, also das Dividendenrecht. Hinzu kommt noch das Bezugsrecht auf junge Stammaktien bei einer Neuemission von Aktien. Die klassische Form der Aktie ist die Stammaktie. Sie verbrieft sämtliche der oben genannten Rechte in gleichem Anteil für jede ausgegebene Stammaktie. Daneben gibt es die Vorzugsaktien, die dem Besitzer besondere Rechte und somit einen Vorteil gegenüber der Stammaktie zugestehen. Üblich ist der Dividendenvorzug bei gleichzeitigem Ausschluss des Stimmrechts bei der Hauptversammlung.

Optionen und Dividende

Bei Optionen handelt es sich um Anleihen mit Sonderrechten. Sie werden daher auch als Optionsanleihen oder Option Bonds bezeichnet. Die Option gewährt zusätzlich zum in der Anleihe verbrieften Gläubigerrecht ein Bezugsrecht auf Wertpapiere der Gesellschaft, was mittels Optionsscheinen geschieht. Optionsanleihen können mit und ohne Optionsschein gehandelt werden. Auch eine Trennung von beiden ist möglich. Das hat den Hintergrund, dass die Optionsanleihe im Gegensatz zur Wandelanleihe beim Bezug von Aktien nicht untergeht. Vielmehr besteht sie als festverzinsliche Obligation ohne Sonderrecht fort.

Dividende

Unter einer Dividende wird eine Gewinnausschüttung verstanden, an welcher der Aktieninhaber beteiligt wird. Die Auszahlung ist im Aktiengesetz festgelegt. Die Höhe der Gewinnbeteiligung ist in erster Linie vom Gewinn des Unternehmens abhängig. Üblich ist jedoch, dass ein Teil des Gewinns den Rücklagen zugeführt wird und damit die Dividende schmälert. Es gibt zudem auch Sonderdividenden, die außerplanmäßig ausgeschüttet werden. Die Ertragskraft eines Unternehmens lässt sich auch an Höhe und Häufigkeit von Ausschüttungen bzw. deren Auszahlungen ermessen. Tiefergehende Infos zu den einzelnen Begriffen lassen sich zum Beispiel beim Investor-Verlag abrufen (www.investor-verlag.de).

Bild: Nataliia – FotoliaSimilar Posts:

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