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Ist die Riesterrente auch 2012 noch interessant?

Erstellt von am 5. Dezember 2011 – 16:280 Kommentare

Mit Einführung der Riesterrente im Jahre 2001 wurde eine staatlich geförderte Altersvorsorge geschaffen, die Menschen die gesetzlich rentenversichert sind, die Möglichkeit eröffnet, rentabel eine zusätzliche Rente aufzubauen. Grundzulage, Kinderzulage und Steuervorteile sorgten für eine attraktive Gesamtverzinsung beim Riestern. Doch bereits die Gesetzesänderungen der vergangenen zehn Jahre waren dafür verantwortlich, dass die Rendite geschmälert wurde. Mit den gesetzlichen Neuregelungen zum Jahr 2012 kann das Riestern für bestimmte Bevölkerungsgruppen noch uninteressanter werden. Mehr Infos zur Riesterrente und vor allem den Änderungen – zum Beispiel aufgrund der Sterbetafel – der letzten Jahre finden sich im Internet.

Garantiezins und Anhebung des Mindestalters

Für Neuverträge im Bereich der Altersvorsorge gilt ab dem 1. Januar 2012 eine veränderte Garantieverzinsung. Der garantierte Zinssatz auf den Sparanteil wird auf 1,75 Prozent gesenkt. Gleichzeitig steigt das Mindestrentenalter für die geförderte Altersvorsorge auf das vollendete 62. Lebensjahr. Zudem wird ein Mindestsparbeitrag pro zulagenberechtigter Person von 60 Euro im Jahr eingeführt, um sogenannte „Nullverträge“ zu vermeiden. Die Grundzulage erhielt ein Sparer bisher ohne einen Mindestbetrag. Diese Veränderungen haben einen direkten Einfluss auf die Rendite beim Riestern. Gerade ältere Menschen, die über einen Riester Vertrag nachdenken, sollten sehr genau berechnen lassen, welche Gesamtrendite ein Riester Vertrag für sie persönlich erwirtschaften wird. Mehr Info zur Riesterrente sollten Sie deshalb bei unabhängigen Versicherungsberatern eingeholen.

Bund der Versicherten legt Studie vor

Aufgrund der vielen Änderungen in der Riesterförderung – Sterbetafel, geschlechtsneutrale Beiträge, Senkung des Garantiezinses – hat der Bund der Versicherten in einer Studie nachgerechnet, dass die Rendite insgesamt in den letzten zehn Jahren gesunken ist. Je nach Voraussetzung des Riestersparers – Alter, Bruttoeinkommen, Familienstand – waren deutliche Unterschiede in der Rentabilität festzustellen. Der Bund der Versicherten rät daher immer zu einer unabhängigen Beratung. Hier wird mehr Info zur Riesterrente geliefert, die zwingend erforderlich ist, um zu einer sinnvollen Entscheidung zu kommen.

Riestern ist immer noch rentabel

Trotz der erneuten Eingriffe in die Riesterförderung ist eine staatliche Altersvorsorge immer noch rentabel. Gerade junge Menschen sollten aufgrund der gesetzlichen Rentenproblematik über einen solchen Vertrag nachdenken. Zulagen und Steuervorteile lassen die Gesamtrendite der Riester Verträge immer noch zu einer attraktiven Sparform werden. Ältere Menschen sollten vor Abschluss unbedingt mehr Info zur Riesterrente einholen, denn die Kosten eines solchen Vertrages und die Auswirkungen der Gesetzesänderungen lassen die garantierte Rente schrumpfen. Im Extremfall ist die garantierte Rente niedriger als der eingezahlte Beitrag. Andere Sparformen wären dann lukrativer als das Riestern.

Image: Thomas Reimer – FotoliaSimilar Posts:

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