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Wie funktioniert eine Rechtsschutzversicherung?

Erstellt von am 14. April 2011 – 17:250 Kommentare

Der Artikel erklärt die Funktion der RechtsschutzversicherungOb es um Schäden in der Wohnung, Streitigkeiten mit dem Nachbarn oder teure Gerichtskosten geht, kann eine Rechtsschutzversicherung Abhilfe schaffen. Doch wie funktioniert diese? Welche Kosten werden vom Rechtsschutz gedeckt?

Rechtsschutz wird immer beliebter

Der Rechtsschutz ist ein privatrechtliches Versicherungsverhältnis. Gegen eine Prämienleistung durch den Versicherten werden seine Interessen in verschiedenen rechtlichen Bereichen vom Anbieter der Rechtsschutzversicherung gewahrt. Dies geschieht etwa durch die Zahlung des benötigten Anwalts oder durch die Tragung der Gerichtskosten. Was bezahlt wird, ist natürlich Gegenstand der Vereinbarung zwischen den Versichertem und Versicherer und es empfiehlt sich beim Abschluss eines Rechtsschutzes auch das Kleingedruckte zu lesen. Die übliche Obergrenze der Deckungssumme beim Rechtsschutz beträgt 250.000 Euro. Folgende Kosten werden standardmäßig vom Versicherer getragen: im Streitfall die Anwaltsgebühren (der Anwalt ist frei wählbar), Gelder für Zeugen, Honorare für Sachverständigen, Gerichtskosten und die Kosten des Gegners, wenn man den Prozess verliert. Strafkautionen werden in manchen Fällen übernommen. Vor der Kostenübernahme wird vom Versicherer geprüft, ob mit der Rechtsverfolgung auch Chancen auf Erfolg verbunden sind, und ob dem Versicherungsnehmer der Rechtsschutzversicherung auch kein Verschulden vorzuwerfen ist.

Verschiedene Arten des Rechtsschutzes

Bei der Schadenersatz-Rechtsschutzversicherung wird man gegen die Konsequenzen eines Verkehrsunfalls versichert, bei falscher Beratung beim Aktienkauf. Man kann Schmerzensgeld wegen einer Beleidigung fordern.

Beim Arbeitsrechtsrechtsschutz werden einem die Kosten abgedeckt, wenn man sich gegen eine Kündigung wehren will, die nicht gerechtfertigt ist, oder wenn man den wohl verdienten Arbeitslohn nicht ausbezahlt bekommt, so dass kein Weg am Gericht vorbeiführt. Der Wohnungs- und Grundstücksrechtschutz gibt einem die Möglichkeit, sein Eigenheim gegen diverse Risiken, beziehungsweise sich gegen die Risiken rund um das Thema Miete abzusichern. Bei der Rechtsschutzversicherung im Gebiet des Vertrags- und Sachenrechts werden Gewährleistungsfälle bei Kaufverträgen, Streitfälle rund um Darlehensverträge oder mit dem Handy-Vertragsanbieter abgedeckt. Steuer-Rechtsschutz vor Gerichten ist ebenfalls sehr begehrt. Sozialgerichts-Rechtsschutzversicherungen gewähren Versicherungsschutz vor deutschen Sozialgerichten und greifen dann, falls Erwerbsminderungsrenten, die man beantragt hat, einfach abgeschmettert werden, Hartz IV vollkommen falsch berechnet oder der Behinderungsgrad falsch eingeschätzt wird. Strafrechts-Rechtsschutz hilft als Absicherung bei der Verteidigung im Rahmen eines Strafverfahrens. Dabei wird zwischen Verkehrs- und Nichtverkehrs-Recht differenziert: Bei außerverkehrsrechtlichen Angelegenheiten bekommt man nur Kostendeckung, wenn dem Versicherungsnehmer auch keine vorsätzlich zu begehende Straftat vorgeworfen wird. Im Übrigen existiert Rechtsschutz auch in den Gebieten Opfer-Rechtsschutz, in Ehesachen, Rechtsschutz bezüglich Unterhaltssachen.

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