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Die Private Altersvorsorge verliert massiv an Vertrauen

Erstellt von am 4. Februar 2011 – 15:070 Kommentare

Als die staatlich geförderte private Altersvorsorge im Jahr 2000 mit der Riester Rente eingeführt wurde, feierte die Politik einen Meilenstein. Auf diese Weise sollte nämlich gewährleistet werden, dass die Menschen auch in Zeiten des demografischen Wandels ausreichende Alterseinkünfte haben, um später ihren Lebensstandard halten zu können. Im Zuge der großen Finanz- und Wirtschaftskrise aus den Jahren 2008 und 2009 hat das Vertrauen der Menschen in die Private Altersvorsorge jedoch stark gelitten, wie eine Allensbach-Umfrage im Auftrag der Postbank ergab. Demnach haben 68% der Befragten ihre Meinung zur privaten Altersvorsorge durch die Krise geändert, wobei vor allem die Skepsis mit 28% stark angestiegen ist.

Viele Menschen zweifeln an sicherer Altersvorsorge – Riester Rente in der Krise?

Die Umfrage ergab darüber hinaus, dass die Zweifel an der Sicherheit der Privatvorsorge wesentlich größer geworden sind. So denken 46% der Umfrageteilnehmer, dass es eine wirklich sichere Altersvorsorge gar nicht geben könne und 23% meldeten ernsthafte Skepsis an der Sicherheit privater Altersvorsorgeprodukte an. Vor allem die Riester-Rente musste dabei einen großen Vertrauensverlust hinnehmen, denn heute geben nur noch 26% der jungen Berufstätigen die Riester-Rente als die ideale Form der privaten Altersvorsorge an, wohingegen der Anteil vor 2 Jahren noch bei 45% gelegen hatte. Als Konsequenz daraus beabsichtigen auch nur noch 9% der jungen Beschäftigten, künftig eine Riester-Rente abzuschließen und regelmäßig Beiträge von ihrem Girokonto in einen entsprechenden Vertrag einzuzahlen.

Gesetzliche Rentenversicherung gewinnt an Vertrauen

Eine positive Überraschung in der Umfrage stellt die gesetzliche Rentenversicherung dar, die von 76% der Befragten als ideale Form der Altersvorsorge bezeichnet wurde. Damit konnte die gesetzliche Rentenversicherung im Vergleich zu 2003 (63%) deutlich zulegen und ist definitiv die beliebteste Alternative. Natürlich gibt es aber auch in diesem Bereich Ängste, denn die Menschen sorgen sich um die hohe Staatsverschuldung (44%) und fürchten weitere Rentenkürzungen (37%).

In den alten Bundesländern wird mehr für Altersvorsorge gespart

In der Umfrage wurde ebenfalls auf die Unterschiede zwischen den neuen und den alten Bundesländern geschaut und dabei kam heraus, dass im alten Westdeutschland durchschnittlich 215 Euro für die private Altersvorsorge zurückgelegt werden, wohingegen dieser Betrag in den neuen Bundesländern nur bei 123 Euro liegt. Im Osten der Republik macht sich zudem ein großer Alters-Pessimismus breit, denn dort erwarten nur noch 14% einen finanziell sorgenfreien Ruhestand, wobei im Jahr 2009 noch 20% diese Hoffnung teilten. In Westdeutschland stieg der Anteil derjenigen, die an eine gute finanzielle Absicherung im Alter glauben, sogar von 26% auf 30% an.

Foto: Franz Pluegel, fotolia.de
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