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Wohn Riester: Das Eigenheim als Standbein der Altersvorsorge

Erstellt von am 8. September 2010 – 12:160 Kommentare

Immer wieder ist die Überalterung Deutschlands in den letzten Jahren in der öffentlichen Debatte zum Thema geworden. Die Geburtenrate sinkt – und in ein paar Jahren wird ein großer Teil der Bevölkerung im Rentenalter sein. Da ist es kein Wunder, dass auch die Altersvorsorge immer wieder diskutiert wird. Wie kann man heute schon dafür arbeiten, die eigene Zukunft abzusichern? Wie lässt sich gewährleisten, dass man sich in der Zeit nach der Pensionierung keine Sorgen um die eigene Existenz machen muss? Eine Möglichkeit, in Sicherheit für die Zukunft zu investieren, ist die Riester-Rente.

Riesterrente und Wohn-Riester

Die Riester-Rente ist eine Form der Altersvorsorge, die durch den Staat unterstützt wird. Mithilfe von Sparplänen, eines Fonds der Zahlung von Versicherungsbeiträgen sammelt der Bürger im Laufe seines Arbeitslebens ein gewisses Kapital an. Diese Geld wird ihm, nachdem er pensioniert worden ist, Monat für Monat wieder ausgezahlt. Doch die Anbieter solcher Versicherungsverträge haben sich bei Vertragsabschluss dazu verpflichtet, nicht nur das angesparte Geld des Kunden wieder auszuzahlen, sondern darüber hinaus einen festgesetzten Zinssatz dazu zu legen – man bekommt also ein wenig mehr zurück, als man eingespart hat. Die Riester-Rente ist deswegen für viele Menschen sehr attraktiv.

Doch es gibt nicht nur die Riester-Rente – es gibt auch den sogenannten „Wohn Riester“, auch die Eigenheimrente genannt. Dieser Begriff sorgt genauso wie die Riester-Rente selber immer wieder für Fragen über Fragen – Wohn Riester darf man nämlich durchaus nicht mit Eigenheimzulage gleichsetzen, die 2005 abgeschafft wurde. Wohn Riester – was ist das also? Und wem nützt das? Was sind die Vor- und Nachteile?

Was ist Wohn-Riester?

Als Wohn Riester wird die Einbeziehung des Wohneigentums, das man selber nutzt, in die Altersvorsorge bezeichnet. Man kann also Wohn Riester nutzen, wenn man eine Wohnimmobilie oder Anteile von Wohnungsbaugenossenschaften erwerben oder Immobilienkredite abbezahlen muss. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Die Immobilie, für die man Wohn Riester beantragt, muss selbst bewohnt werden.

Wer die Wohn Riester Rente nutzen will, kann verschiedene Wege gehen. Es erfolgt entweder der Abschluss eines Riester Darlehens, der Abschluss eines Riester Bausparvertrags – oder aber die Kapitelentnahme aus einem Riester-Vertrag, in den man bislang zur Altersvorsorge eingespart hat. Bis zu 100 Prozent des steuerlich geförderten Vermögens, das für die Altersvorsorge angespart worden ist, kann man über Wohn Riester für den Kauf einer Wohnungsimmobilie verwenden, wenn sie sich im Inland befindet. Wer dazu berechtig ist, muss das Geld nicht mehr vor Beginn der Rentenzahlung zurückzahlen. Heißt: Wer bisher in einen Riester-Vertrag eingezahlt hat, kann das Kapital, das sich dort angesammelt hat, für eine Investition in eine Immobilie nutzen; allerdings nur, wenn die Sparsumme bei über 10 000€ liegt.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Der deutsche Staat gibt dem Bürger damit die Möglichkeit, eine sichere Wohnsituation für die eigene Zukunft zu schaffen. Die selbst genutzte Immobilie wird als Standbein der Altersvorsorge mit Zuschüssen gefördert. Die Wohn Riester Rente bietet attraktive Möglichkeiten, das eigene Heim zu finanzieren. Der Bauherr kann per Wohn Riester Darlehen den Staat direkt an Finanzierung des Eigenheims beteiligen und dadurch eigene Kosten senken. Allerdings fallen durch die Wohn Riester Rente unter Umständen auch regelmäßige monatliche Einkünfte im Alter weg – man sollte sich deshalb auch gründlich über die Nachteile der Wohn Riester Rente informieren, bevor man einen entsprechenden Vertrag abschließt.

Foto: Mandy Köppen – Fotolia.comSimilar Posts:

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