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Unterschiede Riester und Rürup: Steuern und Hinterbliebenenversorgung

Erstellt von am 8. September 2010 – 12:120 Kommentare

In Deutschland macht sich die niedrige Geburtenrate in der fortschreitenden Überalterung der Bevölkerung sichtbar: Ein immer größerer Anteil der Bürger hat das Rentenalter erreicht. Kein Wunder also, dass die Altersvorsorge immer öfter zum öffentlichen Thema wird. Immer häufiger werden Fragen nach Methoden gestellt, mit denen man jetzt schon beginnen kann, für finanzielle Absicherung im Alter zu sorgen. Was lohnt sich mehr: Die Investition in Fonds, Banksparpläne oder die klassische Versicherung? Kann man noch auf die staatliche Rente hoffen? Und vor allem: Was ist der Unterschied zwischen Riester und Rürup Rente?

Grundlagen

Die Riester Rente lässt sich sehr einfach erklären: Über Fonds, Banksparpläne oder Versicherungsbeiträge spart der Kunde ein Kapital an. Dieses wird ihm dann nach Eintritt ins Rentenalter Monat für Monat wieder ausgezahlt. Der Vorteil daran: Bei Vertragsabschluss legt sich der Riester Renten Anbieter auf einen Zinssatz fest, der zusätzlich zu den Teilen des gesparten Kapitals mit ausgezahlt wird. Die Riester Rente ist also eine Form der Altersvorsorge, die vom Staat unterstützt wird. Im Rentenalter muss allerdings die spätere Zusatzrente voll versteuert werden.

Auch die Rürup Rente ist eine staatlich subventionierte Rente, die 2005, also ein paar Jahre nach der Riester Rente eingeführt wurde. Auf den ersten Blick wirkt die Rürup Rente ähnlich wie die Riester Rente: Die Rürup Rentenversicherung wird aus privaten Beiträgen zusammen gespart. In der Phase des Ansparens werden diese Beiträge steuerlich begünstigt gestaffelt, müssen dann aber im Rentenalter komplett versteuert werden.

Rürup und Riester

Was sind also die Unterschiede zwischen der Riester Rente und der Rürup Rente? Ein Unterschied liegt darin, dass man sich bei der Riester Rente 30% des Kapitals als Einmalzahlung ab Rentenbeginn auszahlen lassen kann – diese Möglichkeit besteht bei der Rürup Rente nicht. Dafür haben aber alle gesetzlich pflichtversicherten Menschen einen Anspruch auf die staatliche Riester Förderung. Die Rürup Rente dagegen ist eine private Leibrente, die sich vor allem für Selbstständige und gut verdienende Arbeitnehmer lohnt. Die Förderung der Rürup Rente können auch Menschen beanspruchen, die kein Anrecht auf die Riester Förderung haben.

Ein weiterer Unterschied zwischen Rürup Rente und Riester Rente ist, dass die Rürup Rente mit einer großen Steuerersparnis kommt. 2010 können immerhin 70 Prozent der Einzahlungen in die Rürup Rente von der Steuer abgesetzt werden – bis zu einem Höchstbetrag von 14 000 Euro. Und das ist noch nicht alles: Bis 2025 steigt diese Grenze auf 20 000 Euro an. Was Beamten und Arbeitnehmer trifft, gelten allerdings niedrigere Höchstbeträge. Insgesamt wird auffällig: Die Rürup Rente hat ihre Vorteile in den Steuervorteilen, über die deutlich gefördert wird.

Allerdings hat die Rürup Rente einen Haken: Sie ist nicht übertragbar. Hinterbliebenenversorgung wird nur für Ehepartner und Kinder geleistet und das auch nur, wenn ein entsprechender Zusatzvertrag abgeschlossen worden ist. Dieser Zusatzvertrag allerdings mindert die Altersrente. Wird kein Zusatzvertrag abgeschlossen, verfallen die Beiträge, wenn der Rürup Versicherte vor seinem 60. Geburtstag verstirbt. Dagegen werden das angesparte Kapital und zu Zulagen bei einem Riester Renten Vertrags auf einen entsprechenden Riester Vertrag des Ehepartners übertragen, oder aber das Restkapital wird direkt ausgezahlt, insofern der Ehepartner nicht dauerhaft getrennt vom Riester Versicherten lebt.

Walter Riester – Foto: www.bundestag.deSimilar Posts:

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