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Staatliche Zulagen im Rahmen der Riester Rente: Wie viel bezahlt der Staat wirklich?

Erstellt von am 8. September 2010 – 12:090 Kommentare

Ein großer Teil der Bevölkerung Deutschlands wird immer älter. Das liegt an der sinkenden Geburtenrate in Deutschland – hierzulande werden so wenig Kinder geboren, dass wir es mit Müh und Not auf den letzten Platz in der Statistik der Europäischen Union geschafft haben. Doch das bedeutet auch, dass das Thema der Altersvorsorge für viele Menschen immer interessanter wird. Fonds, Banksparpläne, Lebensversicherungen als Altersvorsorge – Möglichkeiten und Wege werden ersonnen, geprüft und ausgewählt, die gewährleisten sollen, dass die Zukunft nicht finanzielle Nöte und Unsicherheit bringt, sondern man sich in der Zeit nach der Pensionierung beruhigt zurücklehnen kann – in dem Wissen, gut vorgesorgt zu haben.

Staatlich unterstützte Altersvorsorge

Eins der wichtigsten Stichwörter, das immer wieder fällt, wenn es um Altersvorsorge geht, ist natürlich die Riester Rente. Die Riester Rente ist eine Form der Altersvorsorge, die vom Staat unterstützt wird. Das Ganze funktioniert so: Während des Arbeitslebens spart der Versicherte über Fonds, Banksparpläne oder Versicherungsbeiträge ein Kapital zusammen. Dieses wird ihm dann nach Eintritt ins Rentenalter wieder ausgezahlt – aber nicht nur das: Der Staat gibt einen festen Zinssatz dazu und fördert so diese Form der Altersvorsorge. Geld, das man vom Staat geschenkt bekommt – das klingt natürlich großartig. Aber wie steht es wirklich um die staatlichen Zulagen im Rahmen der Riester Rente? Wie viel Geld bezahlt der Staat wirklich?

Die staatlichen Zulagen für die Riester Rente werden natürlich immer wieder angeglichen und erneuert. Bis 2008 ist die staatliche Förderung um Rahmen der Riester Rente den freiwillig gezahlten Beiträgen entsprechend angestiegen. Wer den vollen Sparbetrag einzahlt, der erhält Höchstzulagen – und darüber kann man sich freuen. 2008 erhielten alleinstehende Versicherte, die den vollen Sparbetrag einzahlten, 154 Euro von Staat dazu. Bei Ehepaaren, bei denen jeder einen eigenen Riester Renten Vertrag abgeschlossen hatten, den vollen Sparbetrag zahlten, erhielten sie eine Höchstzulage von 308 Euro. Pro kindergeldberechtigtes Kind kamen noch einmal 185 Euro dazu.

Eine Beispielseite

Eine ab 2008 gültige Beispielrechnung, um das ganze zu verdeutlichen: Man nehme einen Arbeitnehmer, der verheiratet ist und zwei Kinder hat. Er hat ein sozialversicherungspflichtiges Einkommen von 30 000 Euro, seine Frau aber ist nicht berufstätig. Was würde dieses Ehepaar also an staatlichen Zulagen im Rahmen der Riester Rente bekommen? Vorausgesetzt, das Ehepaar spart den Höchstbeitrag von vier Prozent, also in diesem Fall 1200 Euro, dann würde die Familie insgesamt 678 Euro an staatlichen Zulagen im Rahmen der Riester Rente bekommen. Das setzt sich folgendermaßen zusammen: 154 Euro für den Arbeitnehmer, 154 Euro für seine Frau und zwei mal 185 für die Kinder. Es bleiben also nur noch 522 Euro übrig, die von den 1200 Euro Höchstbeitrag selbst gezahlt werden müssen.

Wie man sieht, legt der Staat in diesem Fall über die Hälfte des Beitrages an staatlichen Zulagen im Rahmen der Riester Rente dazu. Wer selber spart, weiß aus eigener Erfahrung, dass das eine ganz schön beträchtliche Summe ist. Eine Riester Rente abzuschließen, lohnt sich also – Experten raten, dass jeder eine Riester Rente abschließen sollte, der dazu berechtigt ist. Allerdings sollte man sich natürlich vorher gründlich beraten lassen.

Foto: Maria.P. – Fotolia.comSimilar Posts:

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