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Staatliche Rente: Ein zunehmend schwieriges Thema

Erstellt von am 8. September 2010 – 11:591 Kommentar

Wenn es um die Altersvorsorge geht, kommt schon einmal Verwirrung auf. Wie unterscheidet sich zum Beispiel die Riester Rente von der Rürup Rente? Ab wann muss Altersvorsorge betrieben werden – wie früh lohnt es sich damit zu beginnen? Welche Verträge sind die richtigen für welchen Typ von Verbraucher? Fonds, Sparpläne, Versicherungen – wie kann man am Besten dafür sorgen, dass man im Alter nicht mit dem Existenzminimum leben muss? Diese und viele weitere Fragen werden früher oder später jeden beschäftigen, der versucht, sich im Renten- und Versicherungsdschungel ein Bild davon zu machen, was für ihn individuell am Idealsten ist.

Das Problem der Überalterung

In Deutschland ist die Geburtenrate sehr niedrig – und das Stichwort der Überalterung fällt deshalb immer wieder. Ein Großteil der Bevölkerung wird schon in wenigen Jahren überdurchschnittlich alt sein. Dieses Problem ist bereits jetzt absehbar – der Staat ist deshalb darum bemüht, Lösungen zu finden, wie er auch seine pensionierten Bürger absichern kann. Deshalb gibt es die staatliche Rente. Sie ist die bekannteste Altersabsicherung – und die mit den meisten Versicherten. Die meisten Menschen in Deutschland schließen früher oder später eine staatliche Rentenversicherung ab, was nicht zuletzt daran liegt, dass sehr viele Arbeitnehmer hierzulande bei der staatlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Die Grundlage für dieses System findet man im Sozialgesetzbuch für die Alterssicherung von abhängig Beschäftigten.

Es handelt sich dabei um den sogenannten Generationenvertrag: Ein Prinzip, nach dem einzahlende Arbeitnehmer mit ihrem Beträgen die Rente der aktuellen Rentner finanzieren – und nicht die eigene. Doch wer in die Rentenkasse einzahlt, baut einen eigenen Rentenanspruch auf: Auch ihm wird dann im Alter von den arbeitenden jungen Menschen die Rente gezahlt.

Der Generationenvertrag

Über die staatliche Rente wird die Grundversorgung der Menschen gewährleistet, die ins Rentenalter eingetreten sind und nicht mehr arbeiten. Darüber hinaus erbringt die staatliche Rente verschiedene Leistungen – zum Beispiel die Erwerbsminderungsrente für Menschen, die aufgrund einer Krankheit oder wegen eines Unfalls nicht mehr arbeiten können, oder die Hinterbliebenenrente, über die nach dem Tod des Rentenempfängers die Hinterbliebenen mit einer Rente versorgt werden.

Doch der sogenannte Generationenvertrag – und damit auch die staatliche Rente – geraten immer häufiger in die Kritik. Der Staat ist mittlerweile nur noch dazu in der Lage, die Grundversorgung zu bringen – alles, was darüber hinaus geht, ist Bestandteil der privaten Altersvorsorge und somit etwas, das der Rentner während seines Arbeitslebens für sich organisiert haben muss. Gründe für diese Entwicklung der staatlichen Rente sind unter anderem die niedrige Geburtenrate und eine sich ausbreitende Kinderlosigkeit in der Gesellschaft: Denn wenn weniger Kinder geboren werden, schrumpfen die zukünftigen Generationen derer, die in die Kasse einzahlen, natürlich. Doch auch die hohe Arbeitslosenzahl führt dazu, dass immer mehr Beitragszahler wegfallen. Auch die steigende Lebenserwartung verkompliziert das System des Generationenvertrags – denn je älter ein Mensch wird, desto länger hat er Anspruch auf die Auszahlung der staatlichen Rente. Doch woher soll das Geld genommen werden, wenn sich die Zahl der Beitragszahlenden immer weiter verringert? Die private Altersvorsorge rückt deshalb immer weiter ins Rampenlicht – Experten empfehlen, sich schon so früh wie möglich nach Methoden der privaten Altersvorsorge zu erkundigen, um im Alter mehr Geld zur Verfügung stehen zu haben.

Foto: Franz Pluegel, fotolia.de
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1 Kommentar »

  • Gerlach sagt:

    „… Darüber hinaus erbringt die staatliche Rente verschiedene Leistungen – zum Beispiel die Erwerbsminderungsrente für Menschen, die aufgrund einer Krankheit oder wegen eines Unfalls nicht mehr arbeiten können, oder die Hinterbliebenenrente, über die nach dem Tod des Rentenempfängers die Hinterbliebenen mit einer Rente versorgt werden.“

    Wieso fiel das niemandem auf oder ein, als man es sich leistete, das Netz der volkseigenen Betriebe samt Rentenbeiträgen zu zerschlagen und die Arbeitnehmer mit der „eigener Chef“-Masche in den Ruin zu treiben. Heute kann man Arbeitgeber mit sozialversicherungs-Arbeitsplätzen mit der Lupe suchen. Wen wundert’s, wenn die Kassen leer sind und heute keiner mehr Renten- noch Arbeitslosen- noch Krankenkasse für Arbeitnehmer über 50 zahlen will. Für die Menschen, die das Rentensystem auf- und darauf bauten und trugen: Die schiebt man hin- und her wie heiße Kartoffeln. Wer hat schon mal von einem System gehört, in dem es nur Häuptlinge, Bosse und Chefs gibt. Oder wer kennt einen Chef, der sein Schnitzel selbst schlachtet und seine Brötchen – außer die finanziellen – selbst bäckt? Aber dafür ist ja das Ausland jetzt da.

    Nur wie baut man eine private Rente ohne Arbeit auf? Autos klauen, Banken überfallen oder, oder, oder …?
    Was ist nun mit Demokratie, sozialer Marktwirtschaft, Zivilisation? Wollen wir bald alle wieder im Lendenschurz durch die Welt rennen?

    Was nützt uns alle Zivilisation, die die Uhren – die Natur aber die Zeit hat?