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Private Altersvorsorge: Nicht bis zum Alter warten

Erstellt von am 8. September 2010 – 11:250 Kommentare

Immer wieder hört man es in den Medien: Die Geburtenrate in Deutschland sinkt. Seit 2007 ist die Geburtenrate leicht rückläufig. Pro 1000 Einwohner wurden 2009 nur knapp acht Kinder geboren – damit ist Deutschland Schlusslicht der Europäischen Union, was die Geburtenrate angeht. Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Wenig Kinder werden geboren – das bedeutet, die Bevölkerung ist überdurchschnittlich alt. Tatsächlich wird für Deutschland seit Jahren eine steigende Überalterung prognostiziert. Deshalb ist eines der meist diskutiertesten Themen der letzten Jahre die private Altersvorsorge – denn auch im hohen Alter wollen sich die Bürger eines Staates noch sicher versorgt wissen.

Die Notwendigkeit einer Altersvorsorge

Immer mehr Menschen müssen feststellen, dass die Zeiten sich ändern: Sie werden immer unsicher, und die Faktoren, die unser Leben bestimmen, ändern sich ständig. Deshalb ist man gut daran getan, sich schon frühzeitig um die Sicherheit im Alter zu kümmern. Private Altersvorsorge ist eine Methode dafür zu sorgen, dass man nach Eintritt ins Rentenalter von finanziellen Nöten frei ist. Unter dem Schlagwort der privaten Altersvorsorge versteht man deshalb kapitalgedeckte Sparmöglichkeiten, die während des Arbeitslebens genutzt werden, um als Rentner mehr Geld zu bekommen – zum Beispiel Rentenversicherungen oder Lebensversicherungen.

Obwohl private Altersvorsorge eine freiwillige Entscheidung ist, raten Experten und Verbraucherschützer verstärkt dazu. Um als Rentner nicht am Existenzminimum zu leben, ist private Altersvorsorge beinahe Pflicht – so sehen es die Finanzexperten. Denn die gesetzlichen Rentenversicherungen leisten immer weniger, und staatliche Renten werden zunehmend besteuert. Wer im Alter mehr zur Verfügung haben will als die finanzielle Grundversorgung, die der Staat leistet, sollte sich deshalb noch heute bezüglich privater Altersvorsorge beraten lassen.

Staatlich geförderte Altersvorsorge

Denn auch bei der privaten Altersvorsorge kann der Staat helfen. Es gibt Formen der privaten Altersvorsorge, die vom Staat unterstützt werden – zum Beispiel die Riester Rente oder die Rürup Rente. Bei der Riester Rente beispielsweise spart der Versicherte über Fons, Sparpläne oder Versichertenbeiträge ein Kapital an, das ihm im Rentenalter Monat für Monat wieder ausgezahlt wird. Doch nicht nur das: Bei Abschluss des Riester Renten Vertrages wird ein bestimmter Zinssatz festgelegt, der im Alter zusätzlicher zum angesparten Kapital ausgezahlt wird: Der Staat unterstützt die Altersvorsorge also durch Zuschüsse. Experten raten häufig zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge – doch auch nicht geförderte Varianten haben durchaus ihren Reiz. Dazu gehören beispielsweise die Kapitallebensversicherung, aber auch die ungeförderte private Rentenversicherung. Ein professioneller Berater kann hier helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Das Ziel von privater Altersvorsorge ist es natürlich, nach Eintritt ins Rentenalter möglichst viel Geld zur Verfügung zu haben, um unbeschwert seinen Lebensabend zu verbringen – es empfiehlt sich also, in möglichst jungen Jahren bereits mit der privaten Altersvorsorge zu beginnen. Denn je länger ein Altersvorsorge-Vertrag läuft, desto höhere Zinsen und Zinseszinsen bekommt man auf das gespartes Kapital. Ein weiterer Vorteil: Wer früh beginnt, in private Altersvorsorge zu investieren, ist flexibler – schlechte Börsenzeiten können beispielsweise ausgesessen werden, bis höhere Kurse kommen. Wer dagegen spät in die private Altersvorsorge einsteigt, gerät unter Umständen unter Druck: Es kann weniger Risiko eingegangen werden, da weniger Zeit übrig ist und die Rente in wenigen Jahren bereit liegen muss.

Foto: Daniel Fuhr – Fotolia.comSimilar Posts:

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