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Die Riester Rente: Ist sie Hartz IV sicher?

Erstellt von am 8. September 2010 – 11:380 Kommentare

Die Altersvorsorge ist eines der beliebtesten Themen in der Politik der letzten Jahre. Und das nicht ohne Grund: In den letzten Jahren ist die Geburtenrate in Deutschland weiter gesunken. Deutschland ist das Land mit der niedrigsten Geburtenrate in der Europäischen Union. Die deutsche Gesellschaft droht also zu überaltern – doch wie soll das Leben der älteren Generationen des Landes finanziert werden? Die Debatten zur Altersvorsorge sind deshalb lang, komplex und hitzig.

Das Problem der Altersvorsorge

Ein weiteres Problem Deutschlands ist die Arbeitslosenrate. Sie liegt derzeit bei 7,6 Prozent – das heißt, dass es in Deutschland über drei Millionen Arbeitslose gibt. Davon sind vor allem die alten Bundesländer besonders betroffen, in denen über zwei Millionen der Arbeitslosen leben. Wer von Sozialleistungen des Staates leben muss, ist oft besonders besorgt um seine Zukunft. Wie soll eine Altersvorsorge finanziert werden, wenn man aufgrund der minimalen Einkünfte durch das Arbeitslosengeld keine Möglichkeit hat, die diversen angebotenen Modelle zu bezahlen? Welche Altersvorsorge lohnen sich also, ist Altersvorsorge überhaupt zuschaffen? Und vor allem: Ist die Riester Rente Hartz IV sicher?

Besonders die letzte Frage beschäftigt unzählige Bürger. Im Januar des Jahres 2010 bezogen rund 6,5 Millionen Menschen vom Staat eine Unterstützung in Form von Hartz IV Geldern. Die Riester Rente ist eine Form des Staates, Bürger bei ihrer Altersvorsorge zu unterstützen. Das Prinzip ist einfach: Man zahlt Versicherungsbeiträge oder spart mithilfe eines Fonds oder eines Sparplans ein gewisses Kapital zusammen. Dieses wird einem dann im Rentenalter Monat für Monat wieder ausgezahlt. Die Anbieter solcher Versicherungsverträge sind aber dazu verpflichtet, mit dem angesparten Geld des Kunden auch einen festgesetzten Zinssatz wieder auszuzahlen. Die Riester Rente ist für viele Menschen deshalb sehr attraktiv, auch für Hartz IV Empfänger. Die Frage bleibt bestehen, ob die Riester Rente Hartz IV sicher ist.

Die Antragsstellung

Wer einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellt, der muss damit rechnen, dass dieser Anspruch vom Staat genau überprüft wird. Die finanzielle Situation wird des Antragstellers wird aufs Gründlichste durchleuchtet – deswegen fragen sich viele Menschen, ob die Riester Rente Hartz IV sicher ist. Denn ist der Antrag auf Arbeitslosengeld einmal gestellt, darf der Antragsteller mit seinem Vermögen einen bestimmten Freibetrag nicht mehr überschreiten. Wird der Freibetrag dennoch überschritten, müssen Teile des Vermögens verwertet werden – zum Beispiel muss ein Sparbuch aufgelöst, Wertpapiere verkauft, ein Banksparplan beendet oder eine Lebensversicherung aufgelöst werden. Fällt die Riester Rente auch unter diese Regelung – ist also die Riester Rente nicht Hartz IV sicher?

Doch in diesem Punkt kann jeder, der Hartz IV empfängt oder einen Antrag auf Arbeitslosengeld II gestellt hat, aufatmen: Die Riester Rente ist Hartz IV sicher. Wenn ein Bank- oder Fondsparplan oder eine private Rentenversicherung im Rahmen der Riester Rente abgeschlossen wurde, müssen das in diesem Sinne eingesparte Kapital nicht verwertet werden. Seit 2005 werden diese Ersparnisse auch nicht mehr auf den Freibetrag angerechnet. Die Mindesteinlage der Riester Rente ist 5 Euro monatlich – ein Betrag, den man sich auch unter Hartz IV Bezügen leisten kann. Also ist die Riester Rente Hartz IV sicher – allerdings lohnt sie sich hauptsächlich dann, wenn man das Modell langjährig verfolgt.

Foto: iStockphoto
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