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Festgeldanlage als sichere Geldanlage

Erstellt von am 13. Juli 2010 – 16:200 Kommentare

Gerade in so unsicheren Zeiten, wie sie die Wirtschaft in großen Teilen der industrialisierten Staaten in Europa und Nordamerika gerade durchstehen muss, erwarten Privatanleger von ihren Investments, dass sie allerhöchsten Ansprüchen in puncto Sicherheit genügen. Aus diesem Grund erfreut sich Festgeld gerade in Deutschland – hier weisen die Privatanleger traditionell eine besonders hohe Aversion gegen finanzielle Risiken auf – einer großen Beliebtheit.

Die Sicherheit der Anlage in Festgeld resultiert vor allem aus drei Eigenschaften:

So werden in Deutschland Einlagen wie Festgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro je Konto durch den Einlagensicherungsfonds abgesichert, sofern die Bank, bei welcher der Privatanleger sein Festgeldkonto führt, dem Fonds angeschlossen ist. Dies bedeutet, dass die Einlagen bis zu der gerade genannten Höhe keinem Emittentenrisiko ausgesetzt ist, da der Privatanleger auch dann seine Einlagen erstattet bekommt, wenn die Bank selber zahlungsunfähig ist.

Darüber hinaus unterliegt Festgeld als Einlage keinem Kursrisiko wie etwa Aktien und Anleihen und zudem auch keinem Wechselkursrisiko, sofern das Festgeld in Euro fakturiert ist.

Hohe Sicherheit, geringere Zinsen

Im Gegenzug für die Sicherheit bei Festgeld Angeboten vergleichsweise niedrig verzinst, wobei die Höhe des Zinses zum einen von der Laufzeit der Anlage und zum anderen vom allgemeinen Zinsumfeld abhängig ist.
Während der Laufzeit kann der Privatanleger nicht auf seine Festgeldeinlage zugreifen, so dass sich für diese Anlage ausschließlich überschüssige Liquidität eignet. Per Definition beträgt die Laufzeit von klassischem Festgeld mindestens 30 Tage und maximal 2 Jahre, wobei die Verzinsung für gewöhnlich mit der Länge der Laufzeit in ihrer Höhe zunimmt.
Der andere Parameter, der sich auf die Höhe des Zinses auswirkt, ist das allgemeine Zinsumfeld, welches in Deutschland wiederum vor allem von der Höhe des Leitzinses der Europäischen Zentralbank (EZB) abhängt. Aus diesem Grund kommt dem Timing bei Festgeld eine ganz besondere Bedeutung zuteil. So sollte Festgeld dann kurzfristig angelegt werden, wenn sich das Zinsumfeld am Anfang eines Zinserhöhungszyklus befindet, da ansonsten die niedrigen Zinsen quasi konserviert werden. Entsprechend langfristig sollte Festgeld angelegt werden, wenn sich das Zinsumfeld am Anfang eines Zinssenkungszyklus befindet, da so die hohen Zinsen gesichert werden können.

Wie bei allen Dingen im Leben, die mit einer finanziellen Belastung oder Verpflichtung einhergehen, sollten auch im Fall von Festgeldanlagen zunächst verschiedene Angebote miteinander verglichen werden. Neben der Höhe des Zinses sollten Anleger vor allem darauf achten, dass die Bank für die Führung des dazugehörigen Festgeldkontos keine Gebühren erhebt. Um sich hier entsprechend informieren zu können, bietet sich die Nutzung eines der zahlreichen webbasierten Vergleichsportale an. Eine gute Vorsorge für das Alter ist auch das Festgeldkonto. Hier kann der Vorsorgende durch hohe Zinsen bei langen Laufzeiten sich für das Alter absichern.

Foto: Maria.P. – Fotolia.com

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