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Ökologisch Vorsorgen mit der Riester-Rente

Erstellt von am 6. Oktober 2009 – 18:380 Kommentare

Ökotest testet Riesterrenten (Foto: Ökotest)

Millionen von Riester-Verträgen werden jedes Jahr abgeschlossen. Dabei ist bei den herkömmlichen Riester-Verträgen lediglich eine minimale Rendite erzielbar. Daher bringen die Anbieter vermehrt Fondspolicen auf den Markt. Mit diesen sollen höhere Gewinne erzielt werden, doch die Risiken werden oft verschwiegen. Mehr noch: Diese werden nicht von den Versichern getragen, sondern klammheimlich auf die Versicherten verlagert.

Private Vorsorge ist wichtig. Langsam dringt diese Erkenntnis durch und so wurden Ende März diesen Jahres mehr als 12,4 Millionen Riester-Verträge gezählt. Offensichtlich locken die hohen staatlichen Zulagen und die gewährten Steuervorteile für Riester-Sparer.
Der zukünftige Riester-Sparer hat zwischen verschiedenen Möglichkeiten die Auswahl. Es sind Rentenversicherungen, Fonds- und Banksparpläne, Wohn-Riester-Bauspardarlehen und Wohn-Riester-Bausparverträge verfügbar. Jedoch eignet sich nicht jedes Angebot für jeden Versicherten. Genauso eine große Rolle beim Abschluss eines Riester-Vertrags spielt die wirtschaftliche Lage. Ein absoluter Klassiker unter den Riester-Produkten ist die Riester-Rentenversicherung, drei Viertel der bisherigen Abschlüsse fielen dieser beliebtesten Art des Riester-Sparens zu.

Riester-Rente: Verschiedene Modelle

Die Popularität der Riester-Produkte nahm die Stiftung Ökotest zum Anlass, 60 unterschiedliche Angebote von über 40 Anbietern genauer zu betrachten. Um ein relevantes Ergebnis zu erhalten, wurden verschiedene Fälle durchexerziert. Durchweg gering fielen die Zinszahlungen aus. Bei den klassischen Tarifen werden mindestens 2,25 Prozent Zinsen garantiert. Durch die lange Laufzeit und die zumeist hohen Verwaltungskosten bleiben am Ende aber lediglich zwischen 0,04 und 1,24 Prozent übrig. Der Rest geht in der Verwaltung unter. Der Abschluss einer fondsgebundenen Riester-Police bringt in der Beziehung noch weniger Vorteile. Hier liegen die Zinsen gerade mal zwischen 0,02 und 0,18 Prozent. Das Risiko des Fondssparens ist hoch. Das gilt ebenfalls für die Riester-Rente. Ist diese fondsgebunden, kann es bei einem Einbruch des Aktienmarktes soweit kommen, dass nicht einmal die Zulage und Beiträge komplett zurückgezahlt werden.

Die Rendite hängt eng mit dem Alter des Versicherten zusammen. Deshalb lohnt sich der Abschluss einer Riester-Rente ab einem gewissen Alter nicht mehr. Junge Sparer dagegen können mit einer höheren Rendite rechnen. Sie können fast bis an die 5-Prozent-Marke heranreichen.

Zudem werden viele versprochene Renditen nur erreicht, wenn man alle Zulagen ausschöpfen kann. Das bedeutet im Klartext, dass mit der Grundzulage allein nicht allzu viel zu holen ist. Kindergeldempfänger kommen deutlich besser weg und können ihre Rendite allein durch die Kinderzulage um bis zu 0,4 Prozentpunkte steigern.

Rendite hängt vom Alter ab

Bei Riester-Verträgen gibt es keine Aufteilung in Tarife für Männer und Frauen. Alle zahlen den gleichen Beitrag. Davon profitieren vor allem die Frauen. Da diese eine höhere Lebenserwartung haben, erzielen sie häufig eine höhere Rendite. Für Frauen kann sich sogar ein Riester-Vertrag ab 50 lohnen. Für Männer wird in dem Falle der Abschluss eines Riester-Vertrags keinesfalls mehr empfohlen.

Bei dem Abschluss eines Riester-Vertrages sollte man alle Eventualitäten prüfen, damit man wirklich das optimale Produkt erhält.
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