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Vielen Deutschen droht Altersarmut

Erstellt von am 23. September 2009 – 19:001 Kommentar

Altersarmes Sparschwein (Foto: © valdis torms - Fotolia.com)

Altersarmes Sparschwein (Foto: © valdis torms - Fotolia.com)

Für die Deutschen wird eine finanzielle Vorsorge für das Alter immer schwieriger. Dies ist aus dem Datenmaterial des „Vorsorgeatlas für Deutschland“ zu entnehmen. Durchgeführt hat die Untersuchungen, die hier zusammengefasst sind Bernd Raffelhüschen, Rentenexperte vom Forschungszentrum für Generationen- verträge von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Bei der Bewertung der Ergebnisse sollte man sich aber darüber bewusst sein, dass die Studie mit Mitteln aus der Finanz- wirtschaft realkisiert wurde – den gab die Investmentgesellschaft „Union Investment“.

Finanzielle Vorsorge im Alter

Für die meisten Deutschen wird eine finanzielle Vorsorge für das Alter immer schwieriger. Dies ist aus dem Datenmaterial des „Vorsorgeatlas für Deutschland“ zu entnehmen. Durchgeführt hat die Untersuchungen, die in diesem Vorsorgeatlas zusammengefasst sind Bernd Raffelhüschen, Rentenexperte vom Forschungszentrum für Generationsverträge von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Bei der Bewertung der Ergebnisse sollte man sich aber darüber bewusst sein, dass die Studie mit Mitteln aus der Finanzwirtschaft realkisiert wurde – der Auftrag kam von der Investmentgesellschaft „Union Investment“.
Trotzdem sind die erhobenen Daten sehr interessant. Erst kürzlich ist dieses Papier vorgestellt worden und gab einige Ergebnisse die nachdenklich stimmen sollten. Fachleute wussten es schon lange, aber die Öffentlichkeit redet eher selten über das Thema, denn es hat sich rausgestellt, dass im Ruhrstand oft wesentlich weniger Geld vorhanden ist als benötigt, wenn nur auf die gesetzliche Altersvorsorge gesetzt wird. Nicht einmal eine zusätzlich abgeschlossene die Riester-Rente kann sicher vor der Altersarmut schützen.
Forscher sind sich einig, dass unser aktueller Lebensstandard nicht mehr gehalten werden kann, da die Rente weniger als 60 Prozent des letzten Bruttoeinkommens beträgt und von der Rente vergleichsweise weniger Abgaben abgehen. Laut Studie werden rund 44 Prozent der deutschen Erwerbstätigen, trotz gesetzlicher Vorsorge in Kombination mit einer Riester Rente, im Alter unterversorgt sein.
Joachim Reinke, Vorstandsmitglied der Union Investment, erklärt, dass der Vorsorgeatlas darüber informieren soll, für welche Bevölkerungsgruppen und in welchen Gebieten Handlungsbedarf für die Altersvorsorge besteht. Des weiteren sagt Reinke, dass diese Studie der Politik und den Bürgern einen praxisorientierten Handlungsrahmen für weitere Entscheidungen bieten soll.

Altersarmut bei gerade bei Geringverdienern

Ein weiterer Grund für die Altersarmut liegt darin, dass Geringverdiener mit ihrem Einkommen zwar ihren Lebensunterhalt einigermaßen sichern können, jedoch bleibt nichts mehr für eine Altersvorsorge in Form einer Riester Rente übrig. Die Zeiten der Arbeitslosigkeit und unsicherer Beschäftigungen sind Anzeichen dafür, dass sich viele Deutsche auf Armut im Alter einstellen müssen. Professor Dr. Gunnar Winkler, Präsident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität, erklärt, dass es offensichtlich sei, dass eine Riester Rente, welche als Hauptform der privaten Vorsorge abgeschlossen wird, die Risiken einer Altersarmut nicht ausreichend abdecken kann.
Winkler ist der Meinung, dass es gerade in Ostdeutschland nicht verwunderlich sei, dass die Riester Rente, aufgrund des Niedriglohnsektors, fehlender betrieblicher Altersvorsorge und der Angst vor einer Altersarmut, angeklagt wird. Zwar sagt dies wenig über die wirkliche Absicherung im Alter aus, aber viele Sparer schauen erst auf staatliche Förderungen und hinterfragen nicht die Nachteile einer Riester Rente, hierzu gehört beispielsweise die niedrige Rendite und nachgelagerte Belastungen.
Winker betont in sein Aussagen, dass es richtig sei, im Erwerbsleben ausreichende Bedingungen dafür zu schaffen, dass es möglich ist, genügend Rentenansprüche zu erwerben und gleichzeitig die Absenkung des Lebensniveaus, welche in der gesetzlichen Rentenversicherung besteht, angehalten werden müsse. Weiterhin ist der Meinung, dass Durchschnittsverdiener die Sicherheit bekommen müssen, dass mit einem Rentenanspruch ein wesentlich höheres Niveau der Grundsicherung erreicht werden kann. Geringverdiener sollten eine Rente nach einem Mindesteinkommen beziehen können, um so vor der Altersarmut geschützt zu sein.

Vor Vertragsabschluss gut Informieren

Bei den Riester Renten müssen sich die Verbraucher genaustens informieren, um nicht mehr zu zahlen, als sie am Ende bekommen. Sie müssen sich ebenso Gedanken darüber machen, ob die Riester Rente wirklich für ihren Lebensstandard reicht und nicht trotzdem noch Altersarmut entstehen kann. Einbußen müssen alle im Rentenalter machen, dennoch darf eine Riester Rente nicht auch noch zur Altersarmut führen, denn dann wäre diese keine Vorsorge mehr, sondern eine sinnlose „Geldweglage“.Similar Posts:

1 Kommentar »

  • Riester Rente sagt:

    Da jeder individuelle Einkünfte und Lebensumstände hat, hilft nur der Gang zum Experten, der einem exemplarisch die Möglichkeiten für eine Riester Rente durch rechnet. Aber es lohnt sich!