Home » RiesterRente Grundlagen

Riesterrente: Weshalb sollte man „riestern“?

Erstellt von am 8. Mai 2009 – 17:330 Kommentare

Die Riesterrente ist eine wichtige private Altersvorsorge. Foto: style-photography, Fotolia.com

Die Riesterrente ist eine wichtige private Altersvorsorge. Foto: style-photography, Fotolia.com

Alle reden von der Riesterrente. Aber warum sollte man überhaupt „riestern“? Wie kann man an die staatliche Förderung kommen? Riesterrente-Info beantwortet Ihre Fragen und erklärt die Grundlagen zu dieser privaten Altersvorsorge.

Was versteht man eigentlich unter der Riester-Rente?

Die Riester-Rente ist eine Form der privaten Altersvorsorge, die vom Staat durch Zulagen sowie Möglichkeiten zum Abzug von Sonderausgaben in der jährlichen Steuererklärung, gefördert wird. Sie ist eine freiwillige Zusatzversorgung, über die möglichst viele Bürger auch privat für ihr Alter vorsorgen können.

Geeignet dafür sind Rentenversicherungen, Fonds- und Banksparpläne, sowie Bausparverträge. Um nach Riester gefördert zu werden, müssen sie jedoch den Prüfstempel der „Zertifizierungsstelle für Altersvorsorgeprodukte“ besitzen. Fehlt die Zertifizierungsnummer, gibt es auch keine Förderung.

Seit 2002 vergibt der Staat die Riester-Förderung, die auf eine Initiative des ehemaligen Arbeitsministers Walter Riester zurückgeht. Wer demnach eigene finanzielle Mittel aufwendet, um für das Alter vorzusorgen, der erhält im Rahmen der Riester-Rente eine Grundzulage vom Staat.

Die privat gezahlten Rentenbeiträge plus die staatlichen Zulagen, können am Jahresende in der Einkommenssteuererklärung als Sonderausgaben deklariert werden. Somit ergibt sich gegebenenfalls aus der Riester-Rente ein Steuervorteil.

Warum gibt es die Riester-Rente?

Mittlerweile ist wohl jedem Bürger klar geworden, dass die Rente alles andere als sicher ist. Das sprichwörtliche Mantra des Norbert Blüm aus dem Jahr 1986 bezog sich damals auf die gesetzliche Altersrente. Die Riester-Rente hingegen steht für den Beginn der Teilprivatisierung der Altersrente und für den Einstieg in die private Altersvorsorge der Bevölkerung.

Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland kann der Staat die Alterssicherung mit seinem bisherigen Rentenmodell künftig nicht mehr gewährleisten. Die Menschen werden älter und beziehen somit länger Rente. Gleichzeitig sinkt aufgrund der niedrigen Geburtenrate auch die Anzahl der Beitragszahler. Das bedeutet, dass immer weniger Menschen den Rententopf auffüllen, jedoch immer mehr daraus versorgt werden müssen.

Die staatlich unterstützte Privatvorsorge ist seit nunmehr sieben Jahren die zweite Säule, um sich für das Alter finanziell abzusichern.
Der so genannte Generationenvertrag der Altersrente ist mit den Bestimmungen zur Riester-Rente im Jahr 2002 teilweise aufgekündigt worden.

Weshalb sollte man „riestern“?

Die Rentenreform 2001 war die Reaktion auf die sich stark und stetig verändernde Alterstruktur in Deutschland. Die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung auf der einen Seite und die sinkende Geburtenrate auf der anderen, führen dazu, dass sich das Verhältnis von Rentenempfängern zu Beitragszahlern in den kommenden Jahrzehnten exorbitant verschieben wird. Mit anderen Worten: Immer weniger Arbeitnehmer müssen für immer mehr Rentner aufkommen – die Renten werden sinken. Auch wenn, wie gerade geschehen, die Bundesregierung eine so genannte Rentenschutzklausel beschlossen hat, die besagt, dass die gesetzliche Rente niemals sinken wird, so macht das doch mehr als deutlich, dass das Vertrauen in diese Art des Altersruhegeld zunehmen schwindet.

Damit das Versorgungsniveau im Alter gesichert bleibt, hat der Gesetzgeber beschlossen die private und betriebliche Altersvorsorge stärker als bisher zu fördern. Die Riester-Rente ist eine Möglichkeit. Denn eines muss klar sein: selbst wenn man Festgelder Vergleiche durchführt um das beste Zinsangebot zu bekommen, so wird diese nie so hoch sein, als dass man davon leben könnte. Erfahren Sie mehr bei www.kreditzinsen.com.

Wie kann man „riestern“?

Riester-fähige Sparverträge sind neben Rentenversicherungen auch Fonds- und Banksparpläne sowie seit November 2008 Bausparverträge. Allerdings müssen diese Verträge einige wesentliche Kriterien erfüllen, um als förderungswürdig anerkannt zu werden. Dafür gibt es eine eigene Zertifizierungsstelle, die unter anderem die folgenden Kriterien überprüft:

  • Das angelegte Kapital muss vor einer Pfändung sicher sein und es darf während der Ansparphase nicht beleihbar sein.
  • Die Auszahlung des Kapitals darf erst mit dem Eintritt ins Rentenalter (zwischen 65 und 67 Jahren), frühestens ab dem 60. Lebensjahr erfolgen.
  • Es muss garantiert werden, dass der Anleger mindestens die eingezahlten Beiträge zurückbekommt.
  • Es muss die Möglichkeit bestehen, bisher angespartes Kapital auf einen anderen Anbieter zu übertragen.
  • Transparenz muss gegeben sein, d. h. es müssen regelmäßig Informationen seitens des Anbieters über das angesammelte Kapital an den Sparer erfolgen.

Generell gilt: Vor Abschluss eines Riestervertrages sollten Sie eine ausführliche Beratung in Anspruch nehmen. Beim „Riestern“ spielen immer wirtschaftliche und familiäre Umstände mit. Es handelt sich also immer um eine Fall-zuFall-Entscheidung. Hier können Sie ein kostenloses Angebot zur Riesterförderung einholen.Similar Posts:

Comments are closed.