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Grundlagen: Was spricht für die Riesterrente?

Erstellt von am 15. Mai 2009 – 12:390 Kommentare

Grundlagen: Was spricht für die Riesterrente, was dagegen? Foto: RRF - Fotolia.com

Grundlagen: Was spricht für die Riesterrente, was dagegen? Foto: RRF - Fotolia.com

Alle sprechen über die Riesterrente. Die einen sindd skeptisch, andere begeisterte Befürworter. Aber was spricht nun genau für die Riesterrente, wo liegen die Schwachpunkte? Bevor Sie sich für oder gegen die staatliche Förderung entscheiden, sollten Sie genau abwägen. Ist dies so genannte Riesterrente etwas für Sie? Riesterrente-Info.de erklärt Pro und Contra der privaten Altersvorsorge Riesterrente mit einfachen Worten. Lesen Sie in diesem Grundlagen-Artikel, wer von der Vorsorge profitieren kann und erfahren Sie alles über die wichtigsten Vor- und Nachteile.

Was spricht für die Riester-Rente?

  • Zunächst handelt es sich bei der Riester-Rente um eine freiwillige Altersversorgung. Niemand ist verpflichtet daran teilzunehmen.
  • Die Förderung erfolgt über Zulagen (Grund- und Kinderzulage) oder über Steuerabzug (Deklarierung von Sonderausgaben in der Steuererklärung). Hier wendet das Finanzamt automatisch die günstigere Lösung für den Steuerpflichtigen an.
  • Nur einer der Ehepartner muss voll rentenversicherungspflichtig sein. Der Partner kann trotzdem einen eigenen Riester-Vertrag abschließen und ist zulagenberechtigt.
  • Nicht berufstätige Hausfrauen erhalten die volle Grundzulage ohne einen Eigenanteil aufwenden zu müssen, sofern der berufstätige Ehemann seinen Mindestbeitrag leistet. Wichtig ist hierbei, dass jeder Ehepartner einen eigenen Versorgungsanspruch aufbaut.
  • Jeder kann selbst entscheiden, ob er den maximalen Eigenanteil einzahlt – und damit die maximale Zulage erhält – oder nur einen geringen Anteil seines Einkommens für die private Altersvorsorge spart. Aber: Gewisse Mindestbeiträge sind zu leisten.
  • Vor allem für kinderreiche Familien lohnt sich das Riester-Sparen, aufgrund der gesonderten Kinderzulage von derzeit 185 Euro pro Kind, bzw. 300 Euro für jedes Kind, das nach dem 1. Januar 2008 geboren wurde.
  • Die Riester-Rente passt sich der jeweiligen, aktuellen Lebenssituation der Sparer an. So lassen sich Beiträge senken, erhöhen oder aussetzen.
  • Da das angesparte Kapital nur zur Alterssicherung dient, gehört es zum geschützten Vermögen. Ist also vor Hartz IV oder anderen Gläubigern sicher.
  • Riester-Sparer profitieren auch dann, wenn die Sparanlage keinen Ertrag erwirtschaftet. Denn der eingezahlte Betrag sowie die staatlichen Zulagen sind für eine Auszahlung garantiert.
  • Wer gut verdient und viel Steuern zahlt, kann mit einer Riester-Förderung Steuern sparen. Wer gering verdient und wenig Steuern zahlt, profitiert von den staatlichen Zulagen. (Anhand eines Rechenmodells beim Anbieter wird schnell deutlich, was sich jeweils für den Antragsteller lohnt.)

Was spricht gegen die Riester-Rente?

  • Die Riester Rente kann nur als monatliche Rente ausbezahlt werden, beginnend ab dem jeweils gültigen Rentenalter. Frühestens jedoch ab dem 60. Lebensjahr.
  • Die Riester-Rente bietet keine allzu hohen Renditen. Eine so genannte Überbezahlung des Vertrages kann sich – aufgrund des maximalen Höchstbetrages von 2.100 Euro jährlich – somit steuerlich nicht mehr weiter auswirken. (Für sehr hohe Zahlungen scheint eine Lebensversicherung hier sinnvoller.)
  • Die Altersvorsorgezulage gibt es nur für Bürger, die uneingeschränkt in Deutschland steuerpflichtig sind. Bezuschusste Bausparverträge sind ebenfalls nur für Wohnungen in Deutschland gültig.
  • Die eingenommenen Förderbeträge bzw. die gewährten Steuervorteile sind bei einem möglichen Wegzug, sprich einer Auswanderung aus Deutschland zurückzuzahlen.
  • Wichtig zu den beiden letzten Punkten hierbei: Abzuwarten bleibt in diesem Zusammenhang eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, die für den Sommer erwartet wird. Demnach sei die Bestimmung, die die Bewilligung der Altersvorsorgezulage nur für Bürger vorsieht, die uneingeschränkt in Deutschland steuerpflichtig sind, diskriminierend.
  • Ein weiterer Schwachpunkt der Riester-Rente ist die volle Besteuerung, ab dem Beginn der Rentenphase. Doch nach dem Alterseinkünftegesetz, das seit dem 1. Januar 2005 in Kraft ist, müssen die Rentner heute bereits 58% ihrer Einkünfte versteuern. Dieser Prozentsatz wird bis 2020 jährlich um 2 Prozent steigen, anschließend bis zum Jahr 2040 um je ein Prozent. Dann ist das langfristige Ziel – die volle Besteuerung der Rente – ohnehin erreicht.


Sie wollen noch mehr Informationen zur Riesterrente? Dann füllen Sie das Info-Formular zur Riesterrente aus – hier klicken.

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